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Pfarrkirche
Pfarrkirche
altes Doppelhaus
altes Doppelhaus
altes Doppelhaus
altes Doppelhaus
altes Doppelhaus
altes Doppelhaus
Die alte Mühle
Die alte Mühle
Weinbau in Düns

Geschichte

Düns liegt auf der Sonnenterasse des Walgaus. Eine landschaftliche Besonderheit ist die eiszeitliche Flysch-Hanglage.

824 wurde Düns erstmals urkundlich erwähnt. Damals wurde die Ortschaft noch als Tunis,  Thunis, Tuyns und Tunia benannt. Im späten Mittelalter gehörte das Dorf zum Gericht  Jagdberg, das im Besitz des Vorarlberger Grafengeschlechts der Montforter war. Im Jahre 1397 kam Düns als Teil der Jagdberggemeinden zum Herrschaftsgebiet der Habsburger zu Österreich. Die Flurnamen stammen vorwiegend aus dem Romanischen.

Im Jahr 1426 wurde in Düns eine Kapelle erbaut. Diese wurde im Jahre 1831 auf das jetzige Ausmaß vergrößert. Im Jahr 1842 wurde Düns eine eigene Pfarrei, bis dahin war Düns eine Filiale der Pfarre Schnifis. Die umfassende Renovierung der Kirche zum Hl. Antonius in den Jahren 1979/80 wurde zum Teil von der Bevölkerung finanziert. Der Pfarrhof wurde 1830 durch Spenden der Bevölkerung erbaut. Im Jahr 1887 erfolgte ein Umbau der dem Gebäude das heutige Aussehen gegeben hat. Mit dem Tod unseres letzten Dorfseelsorgers, Hr. Pfarrer Adolf Blum im Jahr 1993 steht der Pfarrhof leer. Seither wird die Pfarre vom jeweiligen Pfarrer in Schnifis mitbetreut.

Entlang des Montanastbaches gibt es noch heute alte Häuser (ab 1622), vorwiegend Doppelhäuser. Dort findet sich der Baustil der Walser, breitgelagerte zweigeschössige Blockbauten mit flachgeneigtem Dach. Die Häuser besitzen noch Würfelfries, Schachbrettfries und Butzenscheiben.

Die erste Schule wurde als Holzhaus im Jahre 1778 errichtet. Diese wurde bei einem Brand zerstört und im Jahr 1902 wieder aufgebaut. Das heutige Schulgebäude (Volksschule) wurde 1991 gebaut. Im Jahr 1921 gründeten die Bewohner eine Konsumgenossenschaft, die im Jahr 1937 ein Gebäude ('s Dorflädele) errichtete. Das Geschäft wird noch heute von einer Genossenschaft verwaltet.

Unter Denkmalschutz steht heute die alte Mühle, die im Jahr 1805 erbaut wurde. Die Bauern aus den umliegenden Gemeinden brachten damals ihr Getreide zum Mahlen. Bis 1948 wurde die Mühle mit dem Wasser des Weyerbachs betrieben, danach wurde auf Strombetrieb umgestellt. Der Betrieb wurde 1958 eingestellt. Das Gebäude wurde fachmännisch restauriert und erscheint im alten Glanz mit Pilastermalerei (flacher, eckiger Wandpfeiler mit Basis, Schaft und Kapitel).

Ursprünglich lebte die Bevölkerung des Dorfes von der Land- und Forstwirtschaft. Heute sind nur noch einige wenige Landwirte im Dorf. Die heutige Straße nach Satteins wurde 1904 angelegt, 1911 wurde Düns an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Der Montanastbach und der Geldabach waren die ursprünglichen Trinkwasserlieferanten für Düns. Im Jahr 1910 wurde die erste Wasserversorgung errichtet, 1998 wurde sie erneuert.

Ein Großteil des Waldbestandes wurde im Jahr 1801 auf die 50 Hausnummern im Dorf aufgeteilt. Durch die sonnige Lage war Düns für den Anbau von Wein geeignet. Schon im Jahr 1563 wurde der "Erfustl" (heute Fuschgl) im Gemeindegebiet Röns gekauft, um Wein anzubauen. Im Landesarchiv liegt das Torggelbuch, das über die Aktivitäten von 1808 bis 1889 berichtet. Durch schlechte Erträge und durch den billigen Import von Wein aufgrund des Arlbergtunnels (1884) wurde im Jahr 1889 der Anbau von Wein eingestellt und anschließend auch der Torggel verkauft. Seit 1987 wird durch Privatpersonen wieder Wein angebaut.

Im Jahr 1725 schlossen sich 44 Meister aus dem Gebiet Schnifis, Düns und Dünserberg zu einer Handwerkerzunft zusammen. Ende des 19. Jahrhunderts hielt die Stickerei in diesen Gemeinden ihren Einzug. Da dies aber eigentlich kein Gewerbe im ursprünglichen Sinn war, dauerte es einige Jahre, bis die Sticker Mitglieder der Handwerkerzunft werden durften und dafür die Zunftfahne stifteten.

Text von Annelies Gantner