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Land- und Forstwitrschaft

In Düns besteht ein nicht reguliertes Gemeindegut in Form von Wald- und Weideflächen. Die Gemeindebewaldungen im Ausmaß von ca. 220 ha werden von den Berechtigten aufgrund eines Holzstatuts aus dem Jahre 1909 genutzt. Düns ist eine jener Gemeinden, in denen ein Teil des Gemeindewaldes aufgeteilt wurde. Im Jahre 1801 wurden der Eichwald, der Reuthewald, der Kreuzblattenwald, der Flahnarainwald und der Buchwald aufgeteilt und jeder der 50 Hausnummern ein bestimmtes Ausmaß aus jedem Waldteil zugewiesen. Die Waldteile sollten also unzertrennlich von den Häusern nicht geschieden werden können (dies wurde durch ein kaiserliches Gesetz Ende des 19. Jhdt. aufgehoben).

Wegen Grenzschwierigkeiten und darauf entstehender Streitigkeiten schlossen die Gemeindeangehörigen von Düns im Jahre 1841 unter sich als gegenseitig verbindlich einen Vergleich, in dem sie die unbestrittenen Marken anerkannten und bezüglich der fehlenden oder zu berichtigenden Marken sich der von den jeweils verpflichteten Ortsmarkern getroffenen Entscheidung unter Vericht auf jeden weiteren Rechtszug unterwarfen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Servitutenregulierungsurkunde aus dem Jahre 1879 "betreffend die Teilung der Gemeinde Düns in der Gemeindeparzelle Dünserberg gemeinschaftlich gehörigen Wald- und Weidegründe". Es handelte sich dabei um Waldflächen im Ausmaß von rund 66 ha. Besondere Schwierigkeiten bereitete dabei der sogenannte westliche und der östliche Frohnwald, den die Gemeinde Düns zunächst allein für sich beanspruchte, weil angeblich die Dünserberger am Erwerb der Frohnwaldungen durch die Gemeinden des ehemaligen Gerichtes Rankweil und Sulz vom Aerarim Jahre 1827 und bei der darauffolgenden Aufteilung dieser Frohnwaldungen nicht beteiligt gewesen seien. Die Parzelle Dünserberg konnte jedoch nachweisen, dass sie den dritten Teil des Ablösebetreffnisses bezahlt und bei jedesmaligen Holzverkäufen stets den dritten Teil für sich in Empfang genommen hatte, worauf ihr Miteigentumsrecht anerkannt wurde. In einem komplizierten Bewertungs- und Teilungsverfahren wurden schließlich die gemeinschaftlichen Wald- und Weideflächen unter Berücksichtigung gegenseitiger Durchfahrs- und Durchtriebsrechte real geteilt und den beiden Partnern als Alleineigentum überschrieben.

Aufteilung der Gemeindeflächen:

65 % Wald
29 % Landwirtschaftliche Nutzfläche
3 % Bau- und Verkehrsfläche
3 % Gärten und Weingärten

Ackerbau ist in Düns kaum vorhanden. Es werden nur auf 4 ha Kartoffeln angebaut.

Erschwerniszonen:

Zone 1: 37,5 %
Zone 2: 56,3 %
Zone 3-4: 6,5 %